Ohne mich

Wenn ich mal wieder in Wien war

für ein paar Tage,

und wenn ich dann aus Wien wieder wegfahr

nach ein paar Tagen,

denke ich:

Daß das Leben hier,

am Tresen des Café Anzengruber,

auf dem Klappsitz vor der Buchhandlung phil,

daß das schöne Leben

hier und jetzt

ohne mich weitergeht –

– geht eigentlich nicht.

 

Andererseits,

denke ich:

Daß sie es hinkriegen hier,

vorher und nachher,

daß sie es möglicherweise, wenn nicht gar vermutlich,

kaum, wenn nicht gar gar nicht bemerken,

die anderen,

daß ich noch nicht hier bin oder nicht mehr,

meine Abwesenheit vorher und nachher,

kurzum:

Daß es im Notfall auch ohne mich geht –

– irgendwie und eigentlich tröstlich.

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