Wenn dein frisch ausgezogener Sohn, der jetzt in einem anderen Stadtteil wohnt, samstagmorgens noch vor dir im Café sitzt, weil auch er das jahrelange Ritual offenbar lieben gelernt hat, du ihm dann feierlich einen Rasierpinsel samt Seife als Geschenk überreichst, weil er nach jahrelangem Teilen des selben jetzt ja einen eigenen braucht, der Sohn dann nach dem Auspacken feststellt, daß der Pinsel heißt wie er, nämlich „Theo“, was dir gar nicht bewußt war, denn den Rasierpinsel samt Seife hatte der Verkäufer im Geschäft gleich verpackt, dann kann dieser eh schon emotional aufgeladene Akt plus Namens-Zufall schonmal dazu führen, daß du so diskret wie möglich drei bis vier Tränchen zu verdrücken hast –
– wenn Ihr versteht, was ich meine.