Wenn er,
heute vor fünfzig Jahren,
nicht gestorben wäre,
dann könnte er noch leben
und hätte vor wenigen Tagen seinen 88. Geburtstag gefeiert:
Willi Brück (6. Januar 1938 – 17. Januar 1976)
Was alles nicht geschah:
Ich habe vieles nicht von ihm lernen können.
Ich habe über vieles nicht mit ihm sprechen können.
Ich habe über vieles nicht mit ihm streiten können.
Ich war nie genervt von ihm.
Ich habe ihn nicht hassen gelernt.
Ich habe nicht erleben müssen, daß meine Eltern sich scheiden lassen.
Ich habe ihn nicht alt werden sehen, nur krank.
So verbleibt er für mich im Stadium eines jungen Heiligen, meines heiligen Vaters. Als permanenter Schmerz, der irgendwo im Körper sitzt, als gütige Stimme, die in mir nachklingt, als Quell der Freude, der liebevollen Erinnerung.