Nach zweieinhalb Jahren endlich mal wieder.
Meine erste Anlaufstation ist naturgemäß das Café Sperl, vor dem es sich frühlingshaft licht und lau schon draußen sitzen läßt.
Sowohl der Kaffee als auch die Sperl-Schnitte schmecken in der „Bar Italia“ in Berlin deutlich besser. Was aber gerade nicht weiter stört, denn kurz nach der Ankunft ist alles aufgeladen und erleuchtet von Vorfreude. Und mein Blick fällt auch gleich auf ein sehr liebenswertes Wien-Detail:
Schon seit vielen Jahrzehnten heißt die Léhargasse Léhargasse. Und vermutlich seit genauso langer Zeit weist ein eigens zu diesem Zweck angefertigtes Schild daraufhin, daß die Léhargasse aber
„vormals“
Dreihufengasse geheißen habe. Ich finde das eine niedliche Form von Geschichtsbewußtsein, zumal „Dreihufengasse“ auch ein wahrhaft malerischer Straßenname gewesen ist: vormals.