Ende und Anfang

Man soll keine Witze über Namen machen – schon klar. Trotzdem muß ich am Ende der Woche gestehen, daß es mich am Anfang der Woche durchaus erheiterte zu erfahren: Der Fußballverein Fortuna Düsseldorf hat seinen Trainer

Markus Anfang

entlassen und sich als Nachfolger für

Alexander Ende

entschieden.

Möglicherweise sind die beiden auch noch miteinander verwandt oder verschwägert. Denn von der Kölner Band „Erdmöbel“ wissen wir ja:

„Anfangs Schwester heißt Ende“.

Immerhin aber stimmt in Düsseldorf die Reihenfolge: Ende folgt auf Anfang.

Beim Berliner Schriftsteller Thomas Kapielski liest sich das deutlich vertrackter:

1998 veröffentlichte er das Buch

„Davor kommt noch“ mit den „Gottesbeweisen IX-XIII“.

Im Jahr drauf erschien dann

„Danach war schon“ mit den „Gottesbeweisen I-VIII“.

Je länger ich über diese beiden Buchtitel nachdenke, desto bewußter werden mir die Grenzen meiner Intelligenz.

Was weiß denn ich?

Außer daß ich nichts weiß außer:

Erstens: Im Anfang, das lehrt uns die Bibel, war das Wort.

Letztens: Die Liebe, das lehrt uns die Bibel, höret nimmer auf, anders als Sprache und Erkenntnis ist sie im besten Falle und in der besten aller Welten „senza fine“, wie Gino Paoli gesungen hat, ohne Ende.

Enden aber tun hier meine unbeholfenen Worte zum Sonntag, gegeben am 19. April des Jahres 2026.

Ein Gedanke zu „Ende und Anfang“

  1. Ich bin froh, dass Deine italienische Schwester nicht fine heißt, oder gar finito.
    Und hoffentlich nimmst Du Dir mit Deinem Blog ein Beispiel an Ginos Worten: senza fine…..
    Cari saluti da Otranto

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