„Sonst war nichts“ bei Edgar Selge

Eine Kollegin fragte mich vor einiger Zeit, ob ich schon Edgar Selges Roman „Hast du uns endlich gefunden“ gelesen habe, er habe sie ein wenig an „Sonst war nichts“ erinnert.

Und tatsächlich gibt es einige Berührungspunkte, auch wenn Selges Buch formal ganz anders funktioniert und im Jahr 1960 spielt, also vor meiner Zeit. Es ist sehr lesenswert: komisch, traurig, subkutan wirkend. Ich belasse es mal bei diesen drei Hilfsausdrücken.

Was mich aber beonders entzückt hat, war – aus Gründen – diese Passage hier, in der Selge die Wirkung einer Narkose auf den zwölfjährigen Edgar beschreibt:

„Ich lag auf Wüstensand und schaute in den nachtblauen, von Sternen übersäten Himmel. Sonst war nichts. Aber der Weltraum war erfüllt: von Glück.“

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